Das Projekt "bike-psteam"Kinder brauchen starke Partner – Das war die AnfangsideeDietmar Henschke aus Pirmasens fährt schon seit 15 Jahren Rennrad und Mountainbike. 2007 kam der Gedanke „irgendwie könnte ich doch das angenehme mit dem nützlichen verbinden“.
Es sollte in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden um evtl. auch andere Menschen zu erreichen und zu motivieren was zu tun. Schnell gelang es mir andere Sportler von der Idee zu überzeugen und für das Team zu gewinnen. Schwieriger war es da schon mit der Sponsorensuche.
Wie hilft das Team (Fahrer und Sponsoren)?Projekthilfe kostet in der Regel Geld. Also müssen die Fahrer und Fahrerinnen zuerst was tun! Sie sammeln fleißig Trainings- und Rennkilometer und die Sponsoren zahlen für die gefahrenen Kilometer einen vorher bestimmten Betrag. Da kommen schon einige tausend Kilometer zusammen. Mit dem bike-psteam und unserer Präsenz bei diversen Radrennen und Radveranstaltungen eröffnet sich für uns und unsere Sponsoren ein Weg unsere sportlichen Auftritte kombiniert mit sozialen Aspekten zu präsentieren. Unser Dank gilt den Sponsoren. Ihr finanzieller Einsatz ermöglicht uns die Teilnahme an vielen Rennen, Veranstaltungen und öffentlichen Auftritten im entsprechenden Outfit.
„Wir machen mit... ..... Pirmasenser Pakt für Kinder“ Am Jahresende entscheiden die Fahrer und Sponsoren an welches Kinderprojekt die Spende gehen soll. Dabei fließen „Kilometer-Cent“ und eventuelle Spenden in die Summe mit ein. Das bike-psteam ist kein Profiteam, sondern betätigt sich im Bereich des Breitensports. Rennrad, aber vor allem Mountainbike. Es handelt sich um ambitionierte Fahrerinnen und Fahrer aus der Region Pirmasens, die sich dem Sport und dieser Idee verschrieben haben. Kinder brauchen starke Partner! Hier wird die Idee super beschrieben
Auszüge aus einem Artikel des Stadtmagazins „P6“ (Ausgabe Juli 2009): Soziale Wasserträger Radamateure leisten professionelle Hilfe Sie treten in die Pedale für die Schwächsten in der Gesellschaft. Auf ihren Rädern wollen acht Männer und eine Frau so etwas wie Windschatten bieten, für die, die es vermutlich nie an die Spitze des Feldes schaffen werden. Sie helfen damit Kindern, die den Start verpasst haben oder schon im Kindergarten und in der Schule als abgehängt gelten. Möglichst viele junge Menschen wollen die Mitglieder des „bike-psteam“ wieder ans Feld, sprich an die Gesellschaft, heranführen. Mit hohem sportlichem und vor allem sozialem Engagement tragen die Radsportler in ihren auffallenden weißen Trikots dazu bei, dass Kinder mit ungünstigen Startvoraussetzungen ihre Position in der Gemeinschaft leichter finden, oder den Anschluss erst gar nicht verlieren. Wasserträger nennt man die Helfer der Spitzenfahrer im Radsportjargon. Sie quälen sich für ihren Teamchef, kümmern sich um das Wohl der Elite, reichen den Top-Athleten unermüdlich Getränke und Essen. Doch die, die wirklich Hilfe auf dem Weg zum Ziel brauchen, sind oft sich selbst überlassen und müssen sehen, wo sie bleiben. Gerade Kindern bläst vielmals ein heftiger Gegenwind ins Gesicht. Nicht jedes Kind erfährt die nötige Hilfe, Unterstützung und Zuwendung aus dem Elternhaus. Junge Menschen aus sozial benachteiligten Familien drohen schnell, wie entkräftete Radfahrer, den Anschluss ans Hauptfeld zu verpassen. Im Radsport enden die Verlierer frustriert im Besenwagen - im wahren Leben in der Abhängigkeit und Minimumversorgung von Hartz IV oder Sozialhilfe. Vor gut einem Jahr haben sich einige Radler zusammengetan um genau diesen jungen Menschen, die nur schwer in Tritt kommen, die Hand zu reichen. „bike-psteam“ nennen sich diese „sozialen Wasserträger“, und stellen sich dabei in den Dienst der Schwächeren. Die neun ambitionierten Radfahrer aus der Südwestpfalz haben auf den Rennstrecken und bei den unzähligen Trainingsfahrten nicht nur die Zielflagge im Visier. Auf zwei Rädern sind die Biker Woche für Woche unterwegs und erradeln mit jedem Kilometer Spendengelder für Kinder, die es ohne fremde Hilfe vermutlich nie auf die Zielgerade schaffen würden.
Radfahren kann glücklich machen
Dietmar Henschke geht mit offenen Augen durchs Leben und kennt die schwierige Situation vieler Familien mit Kindern aus seinem täglichen Berufsalltag. Er weiß, dass in den Familien, die über längere Zeit von Transferleistungen leben müssen, die Kinder vermehrt darunter zu leiden haben. Die Regelsätze von ALG II reichen oft hinten und vorne nicht und das Budget engt auch die Entfaltung der Kinder ein. Kino- oder Schwimmbadbesuche und die Teilhabe am sportlichen und kulturellen Leben werden auf ein Minimum beschränkt. Vielen Familien fehlt selbst das Geld, um den Mittagstisch ihrer Kinder in den Kindergärten oder Horten zu bezahlen. Vor knapp zwei Jahren kam dem ambitionierten Radsportler Henschke die Idee, wie man mit seinem Hobby Gutes bewirken könnte. Bis vor einem Jahr hat Dietmar Henschke jährlich Tausende von Kilometern auf dem Rad abgespult, um seiner leidenschaftlichen Freizeitbeschäftigung zu frönen. Nun bringt jeder Kilometer auf dem Rad, Geld für die Kinder der Region. „Mit jedem Jahr setzt man sich neue Ziele, steigert die Streckenlänge und die Höhenmeter, misst sich mit anderen Radsportlern, sucht immer wieder neue Herausforderungen auf zwei Rädern und steckt dabei die eigenen Grenzen immer wieder aufs Neue ab“. Aus dem anfänglichen „95-Kilo-Mann“ ist so in den 16 Jahren Radsporterfahrung ein Modellathlet geworden. Nun hat er auch eine Möglichkeit gefunden, wie andere von der „kleinen Sucht“ des Kilometerfressens profitieren können: Ein Radteam sammelt auf den Hightech-Sportgeräten Kilometer und Sponsoren spenden für die zurückgelegten Strecken und damit für einen guten Zweck. |